Bericht über die gut besuchte Bürgerversammlung

Lützel-Wiebelsbach(wkp). Informationen aus erster Hand über Aktuelles und Zukünftiges der Lützelbacher Kommunalpolitik gab es am vergangenen Montag im Rahmen der jährlich stattfindenden Bürgerversammlung im bis auf den letzten Platz besetzten Clubraum der örtlichen Fritz-Walter-Halle. Dort standen Bürgermeister Uwe Olt und Tassilo Schindler als Vorsitzender des Kommunalparlaments den Bürgern Rede und Antwort. Schindler beleuchtete eingangs die Arbeit der Gemeindevertretung, die er als sehr konstruktiv und effektiv bezeichnete. Zwar würden die Sachthemen zunächst innerhalb der dort vertretenen drei Fraktionen nach deren Vorstellungen behandelt, jedoch eine alle das Bestreben nach einem konstruktiven Dialog. Sämtliche Entscheidungen der Gemeindevertretung würden immer um der Sache willen und in einem möglichst hohen Maß an gemeinsamer Verantwortung getroffen, letztlich mit breiter Mehrheit, oft sogar einstimmig. An dieser Ausrichtung werde sich auch in Zukunft nichts ändern. „Finanziell ist die Gemeinde nach knapp 10 Jahren Doppik mit einem Bilanzvolumen von 27 Millionen Euro, 15,5 Millionen Euro Eigenkapital und liquiden Mitteln von knapp 2,3 Millionen Euro einigermaßen solide unterwegs“, formulierte Bürgermeister Uwe Olt. Nach der im Wesentlichen der Umstellung von der kameralistischen auf die doppische Buchführung sowie der Wirtschafts-und Finanzkrise geschuldeten defizitären Planphase der Jahre 2009 bis 2016 habe sich die Situation deutlich verbessert und in 2017 sei erstmals wieder ein ausgeglichener Haushalt aufgestellt worden, wobei die Ergebnisrechnung sogar schon seit 2014 wieder kleine Überschüsse ausweise. „Dies zeugt von einer sparsamen und effizienten Haushaltspolitik der kommunalen Gremien, wobei das Wesentliche und Machbare im Vordergrund stand“, so der Verwaltungschef. Ähnlich positiv sei der Abbau der Schulden verlaufen. Diese konnten von knapp drei Millionen Euro in 2010 auf aktuell 1,85 Millionen Euro zurückgefahren werden.

Desweiteren berichtete der Bürgermeister von umfangreichen Investitionen und Aufgaben in den kommenden Jahren. Etwa der weitere Ausbau des Hofhauses in Rimhorn, wo die Gestaltung des dortigen Hofgartens sowie der Ausbau des Keller- und teilweise des Dachgeschosses mit einem Finanzvolumen von 550.000 Euro auf der Agenda stehen. Für dieses Vorhaben werden rund 330.000 Euro aus dem Topf des Dorferneuerungsprogramms erwartet. Teilweise abgeschlossen ist die ebenfalls über dieses Programm geförderte Gestaltung der Ortsmitte von Haingrund. Nachdem der Anbau eines Verkaufsraumes mit Pergola an das vorhandene Sanitär- und Lagergebäude recht weit vorangeschritten ist, steht noch die Neugestaltung des Festplatzes aus. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme in Höhe von rund 250.000 Euro sollen mit rund 150.000 Euro aus dem gleichen Topf bezuschusst werden. Weiterhin ist mit einem Kostenvolumen von rund 630.000 Euro die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlagen in der Lützel-Wiebelsbacher Fritz-Walter-Halle und der Rimhorner Mehrzweckhalle vorgesehen. Diese Vorhaben werden mit bis zu 500.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Bundes bezuschusst. Daneben ist für rund 65.000 Euro die Erneuerung der Kegelanlage in der Fritz-Walter-Halle geplant. Zudem soll für rund 240.000 Euro der Festplatz in Breitenbrunn ausgebaut werden. Auch dazu wird ein Zuschuss aus dem DE-Programm beantragt. Weitere rund 375.000 Euro sind in nächsten beiden Jahren für bauliche Maßnahmen auf den Friedhöfen eingeplant. Im Einzelnen handelt es sich um eine weitere Urnenwand in Seckmauern, den Ausbau von Parkplätzen in Lützel-Wiebelsbach und Haingrund sowie die Teilsanierung der Hallen in Haingrund, Lützel-Wiebelsbach und Seckmauern. Wachsenden Investitionsbedarf sieht der Bürgermeister in den Bereichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie für die Sanierung von Gemeindestraßen. Dazu bedürfe es einer grundsätzlichen Klärung der Finanzierungswege. Wie bereits berichtet ist die Entwicklung von Baugebieten in Seckmauern und Lützel-Wiebelsbach im Rahmen eines Investorenmodells geplant. Der aus Sicht der Gemeinde dazu geeignetste Vertragspartner soll in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung gekürt werden. Hinsichtlich der künftigen Straßenausbaubeiträge stellte der Verwaltungschef auf der aktuellen Rechtsgrundlage drei Entscheidungsvarianten vor. Diese würden in den Gremien eingehend beraten, eine Richtungsentscheidung sei Ende nächsten Jahres zu erwarten. Die Einwohnerentwicklung ist mit aktuell 6.911 Personen laut Olt in den letzten Jahren einigermaßen stabil, zuvor hatte die Gemeinde allerdings einen Bevölkerungsrückgang um rund 5 % zu verkraften. Nach wie vor liege die Sterberate leider über der Geburtenrate Bei den Zu- und Wegzügen gebe es keine einheitliche Tendenz außer der Tatsache, dass die Fluktuation insgesamt in den letzten Jahren stetig zugenommen habe, was auch ein Ausdruck der gesellschaftlichen Veränderung sei.

Die ausführliche Präsentation zur Bürgerversammlung finden Sie hier.

Kegeln in der Fritz Walter-Halle

Wasserhahn

In der Kegelbahnanlage der Fritz Walter-Halle sind abends, auch am Wochenende, noch Termine frei. Wer Lust hat sich sportlich zu betätigen und das in geselliger Runde, der suche sich einige Mitkegler und melde sich bei der Gemeindeverwaltung, Frau Wolfstädter, Tel.: 06165/307-0, oder  Herrn Speckhardt, Tel.: 307-15. Auch „Schnupperabende“ sind möglich. Wir weisen nochmals auf die Möglichkeit hin, dass die Kegelbahnen auch nachmittags stundenweise genutzt werden können, z.B. bei Kindergeburtstagen.

Uwe Olt, Bürgermeister