Lützel-Wiebelsbach
Seckmauern
Haingrund
Breitenbrunn
Rimhorn

Gemeindeportrait

Lützel-Wiebelsbach

2.871 Einwohner (Stand 31.12.2016)

Lützel-Wiebelsbach, Sitz der Gemeindeverwaltung, ist wie Rai- Breitenbach und Beerfurth ein Doppeldorf. Zwei Dörfer, Lützelbach (1165 "Lützelbach") und Wiebelsbach (1237 "Wibelspach"), sind in den letzten hundert Jahren allmählich zusammengewachsen. Das Resultat, ein verzweigtes, offenes Dorfgebilde von der Form eines Hufeisens, in dessen Mitte freie Flächen übriggeblieben sind. In Lützel-Wiebelsbach, das auffallend viele Maurer und Bauhandwerker aufwies, wohnt heute knapp die Hälfte der Gemeindebevölkerung. Lützelbach ist eine der ältesten Siedlungsplätze der Dynastenfamilie Reiz von Lützelbach, die die Herrschaft Breuberg begründeten. Ihre erste, schon frühzeitig verlassene Burganlage ist im 19. Jahrhundert durch Grabungen im Bereich der evangelischen Kirche ermittelt worden. Die Kirche ist umgeben vom Friedhof, auf dem noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts erhebliche Reste einer früheren Burganlage mit Wehrturm, Mauerring, Wall und Graben sichtbar waren, der Überlieferung nach Reste der ältesten Breuberger Herrenburg der Adelsfamilie Reiz von Lützelbach. Teile dieser Befestigungen können im östlichen Trakt der Friedhofsummauerung enthalten sein.

Seckmauern

1.673 Einwohner (Stand 31.12.2016)

Der Ortsname Seckmauern wurde zum ersten Mal im sogenannten Koppelfutterregister aus der Mitte des 13. Jahrhunderts (etwa 1248) erwähnt. Das Koppelfutter war eine Hausabgabe an den obersten Gerichtsherrn, den Erzbischof von Mainz. Seckmauern gehörte damals gemeinsam mit Walderlenbach (heute das Unterdorf von Haingrund) zur Zent "Zur Eiche". Wie so viele Orte, wurde auch Seckmauern durch den 30-jährigen Krieg und zwar im Jahre 1635 von der Pest heimgesucht. Ungefähr 20 Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges wurde mit der Wiederbesiedlung von Seckmauern begonnen. Aus dem ursprünglichen stark landwirtschaftlich geprägtem Ort wurde ein reines wohnorientiertes Dorf. In Seckmauern herrscht ein Weinklima vor und es ist als Ausgangspunkt für Wanderungen in das bayrische Maintal gut geeignet.

Haingrund

996 Einwohner (Stand 31.12.2016)

Über die Geschichte zur Entstehung des Dorfes Haingrund gibt es viele Thesen, die im Laufe der Jahrhunderte angesammelt wurden. Sehr häufig wurde in diesen Thesen erwähnt, dass Haingrund aus dem ehemaligen Dorf Walderlenbach entstanden ist. Der Namenswechsel von Walderlenbach zu Haingrund muss sich im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert vollzogen haben. Haingrund liegt genau wie Seckmauern in einem Seitental des Maintals. Besonders zu erwähnen ist noch, dass Teile des römischen Limes auf der Anhöhe Richtung Vielbrunn zu sehen sind.

Breitenbrunn

756 Einwohner (Stand 31.12.2016)

Die erste Erwähnung Breitenbrunns geht auf ein Güterverzeichnis aus dem Jahre 1120 zurück, nach dem dem Domstift Bamberg in Breitenbrunn neu gerodetes Land, eine Kirche sowie der Marktzoll gehörte. Daraus ergibt sich, dass Breitenbrunn im ausgehenden Mittelalter über ein eigenes Marktrecht verfügte. Es wird vermutet, dass sich der alte Marktplatz auf dem erhöhten Gelände der Kirche und des Friedhofes mit seinen mächtigen Mauern befand. Dort stand auch bis vor einigen Jahren eine uralte Linde, deren Krone in eine dreistufige Form gebracht war. Das Bildnis dieser Linde zierte auch das ehemalige Gemeindewappen. Ab 1426 ist es möglich, die Familien Breitenbrunns kennenzulernen. In diesem Jahr wohnten 26 Familien im Ort. Wie Seckmauern wurde auch während des 30-jährigen Krieges Breitenbrunn von der Pest heimgesucht. Aus dem einstigen Bauerndorf ist ein Dorf, das überwiegend Wohnzwecken dient, geworden. Noch einige alte Gebäude lassen das einstige Ortsbild erkennen. Stellvertretend seien hier die Johanneskirche aus dem Jahr 1785 sowie das ehemalige Schulhaus aus dem Jahr 1880 zu erwähnen.

Rimhorn

931 Einwohner (Stand 31.12.2016)

Ein westlicher Ausläufer des Gemeindegebietes ist der Ortsteil Rimhorn, der knapp 900 Einwohner hat. Die erste urkundliche Erwähnung des alten rodensteinischen Dorfes stammt laut Hessischem Hauptstaatsarchiv im Oculus memorie I des Klosters Eberbach aus dem Jahre 1211. Damit konnte Rimhorn im letzten Jahr auf eine 800jährige belegbare Geschichte zurückblicken. In Rimhorn steht die Älteste der insgesamt sieben Kirchen im Gemeindegebiet. Diese war ursprünglich eine romanische Saalkirche, deren Entstehung im 10. Jahrhundert vermutet wird. Etwa um das Jahr 1000 n. Chr. wurde dem Schiff der Chor hinzugefügt und 1523 eine Sakristei angebaut. Mit dem Pretlack`schen Hofhaus beherbergt Rimhorn ein zweites kulturhistorisch bedeutsames und ortsprägendes Gebäude, das die Gemeinde im letzten Jahrzehnt grundlegend saniert und für Zwecke der Dorfgemeinschaft umgebaut hat.