Jugendpflege

Breuberg und Lützelbach bringen gemeinsame Jugendarbeit auf den Weg

- Von Sozialausschüssen beauftragter Träger startet Anfang 2019 –

 Mit jeweils einstimmigen Voten haben die Sozialausschüsse aus Breuberg und Lützelbach in einer gemeinsamen Sitzung den „Startschuss“ für die geplante interkommunale Jugendarbeit gegeben. Gegenstand der Beschlussfassung war die gemeinsame Beauftragung eines anerkannten freien Leistungsträgers, der die Aufgabe der kommunalen Jugendpflege künftig für beide Kommunen wahrnehmen soll. Den Zuschlag erhielt das Angebot des in Erbach ansässigen Vereins Jugendwerkstätten Odenwald e.V., der in Neustadt bereits mit dem Projekt „Lebensraum Kopfsteinpflaster“ tätig ist und dort auf eine erfolgreich begonnene Arbeit im Bereich der generationsübergreifenden Integrationsförderung verweisen kann.

Ausschlaggebend für den Zuschlag an die Jugendwerkstätten waren neben einem überzeugenden inhaltlichen Konzept der vergleichsweise günstige Preis sowie verbindliche Zusagen im Hinblick auf einen schnellen Arbeitsbeginn zum Jahresanfang 2019 und auf verlässliche Vertretungsregelungen bei Ausfall des mit der Aufgabe betrauten Personals.

Konkret verabredet ist, dass sich Breuberg und Lützelbach die aus dem Auftrag entstehenden Kosten von rund 60.000 € pro Jahr hälftig teilen und dafür die in beiden Kommunen seither vorhandenen jugendspezifischen Angebote – darunter die offenen Jugendtreffs – gefestigt bzw. neu belebt und weiterentwickelt werden. Ziel ist es, diese Angebote künftig sinnvoll und gewinnbringend für alle Beteiligten miteinander zu vernetzen. So ist beispielsweise die Koordinierung und Öffnung der Ferienspiele beider Kommunen ein wichtiges Anliegen, um allen Eltern noch bessere Betreuungsmöglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu bieten.

Mit dem ebenfalls vorgesehenen Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur offiziellen Begründung ihrer Kooperation erhoffen sich beide Kommunen einen Zuschuss über 50.000 € vom Land Hessen aus dessen Förderprogramm für interkommunale Zusammenarbeit. Damit könnten die Kosten des Anlaufjahres bereits weitgehend gedeckt werden.

Im nächsten Schritt werden jetzt alle erforderlichen Modalitäten geklärt und Absprachen getroffen, damit die interkommunale Jugendarbeit pünktlich am 2. Januar 2019 beginnen kann. Sodann wird der beauftragte Träger die oder den neuen Jugendpfleger/in und die konzeptionellen Inhalte und Ziele der künftigen Jugendarbeit in beiden Kommunen öffentlich vorstellen.

Ferienspiele Lützelbach 2018

Nachdem die zwischen Lützelbach und Breuberg vereinbarte interkommunale Jugendarbeit aus formalen Gründen in diesem Sommer noch nicht zum Tragen kommen konnte, hat die Verwaltung das Angebot der Kinder-und Jugendhilfe des Odenwaldkreises angenommen und deren Spielmobil geordert. Davon hat die Gemeinde Lützelbach gleich in dreifacher Hinsicht profitiert: Anspruchsvolle Freizeitangebote, qualifizierte Betreuung, moderate Kosten sowie die Gewissheit, 43 Kindern aus allen Ortsteilen eine interessante und abwechslungsreiche Ferienwoche geboten zu haben. Getreu dem diesjährigen Motto: “Mit Einstein im Spielmobil“ standen neben sportlicher Betätigung Experimentierfreude und Kreativität im Mittelpunkt dieser Ferienfreizeit. So hatten die Jüngsten die Wahl zwischen Ball- und Gruppenspielen, Malen oder Basteln. Im experimentellen Bereich drehte sich alles um Erde, Wasser, Luft, Licht und Farbe, wobei die Kids an den jeweiligen Workshops teilnehmen konnten und teilweise aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. Während Experimentierfreude und Kreativität in den noch nicht so heißen Vormittagsstunden gefragt waren, konnten die Nachmittagsstunden als Entspannungsphase zur Erholung und für offenes Spielen genutzt werden. Am letzten Tag dieses Ferienspektakels waren auch die Eltern zum Mitmachen eingeladen und hatten Gelegenheit, die Ergebnisse des experimentellen und kreativen Schaffens ihrer Sprösslinge zu bewundern. Keine Frage: Diese Ferienwoche hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.“ Es geht auch ohne Ausflüge in Freizeitparks oder Ähnliches“, lobte der Lützelbacher Bürgermeister Uwe Olt die Arbeit der Spielmobilisten, die in diesem Sommer in fünf Gemeinden aktiv sind und mit den Lützelbacher Kindern als zahlenmäßig stärkster Gruppe auch die größte Herausforderung zu meistern hatten. „Ohne externe Hilfe wäre es schwierig geworden, Ferienspiele anzubieten“, räumt der Verwaltungschef ein. Abgesehen vom organisatorischen Aufwand, der in Ermangelung eines Jugendpflegers an der Verwaltung hängengeblieben wäre, hätte es einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer bedurft und diese würden leider immer weniger.

 

Jugendpflege Lützelbach

Die Offenen Treffs der kommunalen Jugendzentren bleiben bis auf Weiteres geschlossen.